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Ende






Kleine Anmerkung zu obigen Bild.
Da hatte ich aus meinen Werken vor Publikum vorgelesen, wobei das Foto (auch in Beziehung zur nachfolgenden Geschichte) von einer guten Freundin geschossen wurde. Scheinbar zitterten ihre Hände dermaßen, dass das Bild irgendwie nicht scharf genug wurde. Vielleicht lag es auch an der Kamera, dass das Bild nicht so wurde, wie man es sich eigentlich unter einem scharfen Foto vorstellt. Es bildet aber eine Erinnerung in meinem Leben, die ich nicht missen möchte. Daher ist das Bild für den Betrachter unscharf - aber mir ist es wertvoll genug, nicht gelöscht zu werden.



Verarscht  

Im Januar 2007 war ich doch unten in Mönchengladbach, bzw. der Nähe davon. Oder war es Mühlheim an der Ruhr? Ist ja auch egal. Jedenfalls wurde ich dorthin eingeladen, um aus meinen Geschichten vorzulesen. Ich fertigte mir eine Mappe mit einem Querschnitt aller Geschichten und Gedichte an, deren Auswahl mir nicht leicht fiel und mehr auf dem Prinzip des Zufalls lag, als einer gezielten Entscheidung.  

Im Moment habe ich etwa 700 Geschichten und etwa 700 Gedichte. Derzeit waren es etwas weniger. Nun gut, die Mappe war fertig gedruckt und es ging nach unten (aus meiner Sicht). Ares, der das Literaturcafe dort betreibt, war der Veranstalter. Ich sollte an dritter Stelle „auftreten“. Da ich in Punkto Lampenfieber schon durch frühere Auftritte (Musik) vorbelastet war, kam ich auch recht gut mit dieser Situation klar. Ich las einiges vor, wobei die Zeit leider etwas kurz bemessen ward. Nichtsdestotrotz gefiel den Zuhörern meine Darstellungsweise via Geschichten und Gedichten. Es gab Beifall und ich hätte locker weitermachen können. Aber einmal muss Schluss sein und nach mir kam ja auch noch jemand dran. Ares war begeistert und nicht wenige Zuhörer auch, sodass ein Interesse nach mehr vorhanden war.  

Die Mappe ging an Ares über, der mir versprach, in seinem Verlag für mich vorzusprechen. Viel später bekam ich dann die Auskunft, dass, aufgrund der Vorlesung und der Beifallsbekundung der Zuhörer, ich es geschafft hätte und der Verlag Interesse bezeugen würde. Ich müsse nur warten. Dann fuhr ich im Sommer nochmals runter, weil jemand vom Verlag mit mir sprechen wollte. Leider war derjenige nicht zugegen. Aber, da ein Stammtisch bei Ares stattfand, nutzte ich das Wochenende, um wenigstens dort anwesend zu sein. Dort eröffnete mir Ares, der ja schon vorher Bescheid gab, dass er eine wichtige Nachricht für mich hätte, dass der Verlag im Zeitraum Herbst-Winter 2007/2008 ein Buch von mir drucken möchte, ca. 450 Seiten stark. Dabei würden für mich keine Kosten entstehen, so teilte er mir mit, und die Unkosten des Verlags würden von der ersten Auflage bestritten. Ab der zweiten Auflage bekäme ich 12%.  

Dass der Jubel dementsprechend war, kann man sich sicher gut vorstellen. Auf die Frage an Ares, ob das Angebot amtlich wäre, sodass ich diese Information in die Welt hinaustragen könne, bestätigte er. Womit ich aller Welt verkündete, es würde ein Buch von mir herauskommen. Der größte Wunsch meinerseits, Priorität 1!  

Dann hieß es, ich solle warten. Oh, nichts ist schlimmer, als warten zu müssen. Zwischendurch hakte ich per Mail an Ares nach, bekam aber zur Antwort, dass ich das Warten lernen müsse. Nun gut, ich wartete also weiter. Irgendwann konnte ich nicht mehr – auch weil mich einige User anderer Webseiten, die ich regelmäßig besuche, schon befragten, was denn nun sei. Ich reichte die Frage an Ares weiter, mit der Bitte, er möge mir doch die Adresse und die Telefonnummer des Verlages rüberschicken, der das Buch drucken will. Ich wusste ja nicht, welchen er meint, den seinigen oder einen anderen. Und die Frage, wie lange ich denn nun noch warten müsse. Daraufhin bekam ich zur Antwort, dass der Verlag derzeit sein Programm umstellen täte und angeblich versucht hätte, mit mir in Kontakt zu treten – ob denn meine Mailadresse noch gültig sei.  

In der Mappe mit meinen gedruckten Querschnitten standen neben der Adresse auch meine 3 Mailadressen. Außerdem konnte Ares ja mit mir schreiben, wieso hatte er nicht einfach hingeschrieben, dass meine derzeitige Mailadresse aktuell ist? Ich antwortete ihm per Mail (telefonisch war er nie zu erreichen), das meine derzeit aktuelle Mailadresse die und die wäre und er möge mir doch die Adresse und Telefonnummer des Verlages rüberschicken, sodass ich ihn dadurch entlasten täte, weil er dann nicht mehr als Zwischenmann tätig sein müsse. Daraufhin wurde ich wieder vertröstet, ich solle warten, er würde noch mal dort nachfragen. Ich bekam aber bis heute keine Adresse oder Telefonnummer, um selbst nachzufragen, ob denn noch überhaupt eine Chance bestehen würde.  

Ich fühle mich wirklich irgendwie verarscht. Erst Hoffung machen und dann so behandeln? Wie lange ist „etwas warten“. Habe ich überhaupt noch eine Chance? Oder soll ich mir doch einen anderen Verlag suchen? Denn noch ist es mein höchstes Ziel, meine literarischen Texte als Buch in den Händen halten zu können. Mittlerweile suche ich schon andere Verlage, aber ein Quäntchen Hoffnung besteht noch.

Dennoch – das Gefühl, hier irgendwie über den Tisch gezogen worden zu sein, bleibt weiterhin bestehen…